Dass ein Tier Schmerz empfindet leuchtet ein, denn es zeigt im konkreten Fall als eindeutig interpretierbare Zeichen. Das sehe nicht so: Ein Sony-Aibo-Roboterhund kann auch so programmiert werden, dass er jaulende Geräusche von sich gibt, sobald Du seine druckempfindlichen Gliedmaßen zu stark drückst. Der Mensch soll dieses Jaulen aus Sicht des Programmierers als Schmerzensschrei empfinden, damit er den Roboterhund loslässt und nicht kaputtmacht. Eine solche Reaktion eines Hundes lässt also nicht zwingend auf ein echtes Schmerzempfinden schließen, da es wohl auch ein Ich-Bewusstsein voraussetzt, das diesen Schmerz wahrnimmt. Dasselbe gilt für andere Reaktionen wie z.B. das Wedeln mit dem Schwanz, wenn Du vor den Augen des Hundes eine saftige Wurst hin und herbewegst. Freude eines Lebewesens mit Ich-Bewusstsein (“Ich freue mich darauf”) oder einfach programmiertes Handeln zu dem Zweck, anderen Lebewesen etwas zu signalisieren, was der Lebenserhaltung dient. Ein Roboterhund kann auch so programmiert werden, dass sein Verhalten der eigenen Lebenserhaltung dient. Zumindest haben Fische, Insekten und andere Tiere den Nachteil gegenüber Menschen, dass sie sich nicht für ihn interpretierbar bemerkbar machen können. Gilt dasselbe nun auch für die Pflanzen? Ja, sie haben keine Nerven, wie wir sie von uns oder Tieren kennen, ist es trotzdem unser Recht, zu unterstellen, dass sie nichts empfinden, wenn wir sie Abholzen? Um dem auf den Grund zu gehen sollte man zumindest nach Informationsabläufen in Pflanzen suchen und ich glaube, da sollte einiges zu finden sein. Menschen sehen gerne ihnen ähnliche Lebewesen als Lebens- und Schützenswert an (Affen, aber auch Hunde, Katzen und andere Säugetiere). Unähnliche Tiere, wie Insekten, Würmer, aber auch Fische, werden ohne Skrupel gequält und getötet. Das ist das Schizophrene am Menschen: Der geliebte Hund wird gehegt und gepflegt wie ein (Menschen-)Kind und, wenn er stirbt, beheult. Aber dass tagtäglich Schweine, Rinder etc. aus Massentierhaltung für dessen Dosenfutter draufgehen, ist den meisten “Tierliebhabern” egal.

Posted in Natur und Umwelt by admin: November 10, 2010
Greenpeace ist eine Organisation, die mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat, seien sie positiv oder negativ. Das liegt vor allem daran, dass Greenpeace zu jedem aktuellen Ereignis, das das Thema Umweltschutz hat, ein Statement abgeben muss. Mit Hohlkammerplakaten werden Aussagen gemacht, die vielleicht nicht jeden erfreuen. Mit normalen Plakaten, die in der Innenstadt hängen, wird für eine sauberere Umwelt geworben. Allerdings wird Greenpeace oft bei politischen Reden gelobt und das Symbol, für das die Organisation steht, ist immer noch durchaus positiv. Niemand möchte seine Kinder in einer verschmutzten, grauen Welt aufwachsen lassen. So sollten sich die meisten, die den Inhalt von GPs Hohlkammerplakaten in Frage stellen, erst einmal überlegen, welchen Sinn und Zweck ein solches Hohlkammerplakat versucht zu erfüllen. Die Werbung und das Marketing von Greenpeace ist zurecht etwas aufdringlicher, denn sonst schaut niemand.
Posted in Natur und Umwelt by admin: September 1, 2010
Greenpeace-Forscher fanden heraus, dass Standherde, die man an der frischen Luft aufstellt, Schaden am Ozonloch anrichten. Sie vergrößern es noch weiter. Das hat eine Studie über Standherde ergeben. Was soll man nun tun? Sollte man das Nutzen der Standherde zurückschrauben, ganz auf sie verzichten? Nein, erwidert die helferische Organisation, denn der Schaden, der angerichtet wird, ist zu gering, um ernsthaft ein Problem darzustellen. Doch der Pressesprecher legte seinen abschließenden Worten ein gewisses Gewicht bei, als er sagte, die Entwickler von Standherden sollten möglichst versuchen, den Schaden gering zu halten, weil sonst die globale Erwärmung angekurbelt wird. Unglaublich dachte ich zuerst, doch ein paar Gedanken bringen einen auf die richtige Spur.
Posted in Natur und Umwelt by admin: August 25, 2010
So, ich lagere jetzt diese Diskussion mal in einem Blogeintrag über Transformatoren und Greenpeace aus und korrigiere da mal einige Sachen. Wie bereits von anderen dargestellt hat Greenpeace falsche Angaben über die Menge der Schadstoffe in der Brent Spar gemacht. Sie haben Messwerte genommen, auf dieser Basis hochgerechnet, und später stellte sich dann heraus, das es weniger Schadstoffe waren als von Greenpeace vermutet. Genauere Untersuchungen waren zunächst nicht möglich, das sollte eigentlich auch jedem hier klar sein. Es ist schon nicht ganz einfach, eine solche Plattform zu entern. Da dann noch auf hoher See und unter ständigem Beschuß mit Wasserwerfern/Löschbooten große
Untersuchungen anstellen gestaltet sich doch schwierig. Das Argument ‘Greenpeace hat absichtlich/wissentlich falsche Werte über ihre Transformatoren veröffentlicht’ ist nicht sonderlich überzeugend. Gerade für GP ist Vertrauen der Bürger *extrem* wichtig. Ohne dieses Vertrauen könnten sie nicht arbeiten. Und sie wissen auch, das einmal verspieltes Vertrauen in nur sehr schwer wiederzuerlangen ist. GP ist nicht so dumm, dieses Vertrauen so leichtfertig für eine Kampagne zu verspielen. Wer Greenpeace unterstützen wollte, sollte sich einmal über naturfreundliches Energiemanagement informieren.
Posted in Natur und Umwelt by admin: August 10, 2010